Das richtige Kleid

Datum: Sonntag, 30. Oktober 2022 | Prediger/in:
Serie: | Bibeltext: Matthäus 22,1-14
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Liebe Glaubensgeschwister,

Kurz vor seiner Kreuzigung und Auferweckung spricht Jesus mit diesem Gleichnis die Verantwortlichen in seinem Volk an. Jesu Botschaft hilft auch der christlichen Gemeinde und uns persönlich unser Leben zu prüfen. Die Botschaften der Evangelien ermutigen uns, das Leben auf das verheissene ewige Leben aus- zurichten. Darum rütteln sie uns auch auf, den Trotz, das Murren, die Selbstüberschätzung und Verant- wortungslosigkeit abzulegen. Wie leben wir im Blick auf das ewige Leben? Hören wir auf das Zeugnis, das der himmlische Vater in Jesu Worten und Taten uns schenkt? Durch diese Worte spricht Gott jeden Menschen im Gewissen an.

Jesus sprach: «Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit ausrichtet. Und er sandte seine Knechte aus, die Gäste zur Hochzeit zu laden; doch sie wollten nicht kommen» (V2-3).

Mit dem König ist der himmlische Vater und mit dem Sohn Jesus Christus gemeint. Diese Hochzeit ist von den Propheten schon lange vorausgesagt worden. Der himmlische Vater will sich durch seinen Sohn, Jesus Christus, ganz tief mit uns Menschen verbinden. Wer hört auf seine Einladung?

«Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch (dient mir) und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen» (Mt11,28-29).

Es ist lebenswichtig auf Jesu Worte einzugehen. Im Gebet dürfen wir ihm antworten und ihm unser Leben übergeben. Der Unglaube findet immer Gründe, den Anspruch Jesu abzuweisen. Es lohnt sich, nicht darauf einzugehen. Christus ist für uns in die Welt gekommen, gestor- ben und auferweckt worden, damit wir durch den Glauben an ihn leben können. Er ist der einzige kom- petente Führer, der uns den Weg zu unserem himmlischen Vater und zum ewigen Leben zeigen kann. Erst in der Beziehung mit Jesus Christus finden wir Ruhe und Frieden, weil er uns das gibt, was wir uns nicht selber geben können. Wie antwortest Du auf seine Einladung?

«Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt doch zur Hochzeit» (V4)!

Unser himmlischer Vater ist ein gnädiger und geduldiger Gott. Er lässt sich durch die Ablehnung nicht vom Ziel abhalten. Es kommt aber noch schlimmer:

«Einige ergriffen seine Diener und verhöhnten und töteten sie» (V6).

Diesen Menschen fehlt die Furcht vor dem heiligen Gott. Darum schrecken sie nicht zurück, anderen Menschen das Recht auf Leben zu nehmen.

«Da wurde der König zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an» (V7).

Wir sehen in der Geschichte Israels, wie die Propheten und Jesus Christus abgewiesen und misshandelt wurden. Tatsächlich wurde die Stadt Jerusalem 70 n. Chr. zerstört. Das war ein Gericht Gottes an Israel. Dies bedeutet aber nicht, dass Gott sein Volk endgültig aufgegeben hat. Der grösste Teil vom Volk Israel hat Jesus Christus als Sohn Gottes abgelehnt. Dadurch haben sie sich vom Heil (Rettung) ausgeschlossen, die der himmlische Vater ihnen durch seinen Sohn schenken wollte.

«Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsfest ist vorbereitet, aber die Gäste, die ich eingeladen hatte, waren es nicht wert, daran teilzunehmen. Darum geht hinaus auf die Strassen und ladet alle zur Hochzeit ein, die ihr dort antrefft» (V8-9).

Menschen werden eingeladen ohne Vorbedingungen (Böse und Gute). Nach Jesu Kreuzigung und Auferstehung geht die Einladung in die Gemeinschaft mit Jesus Christus an alle Völker auf Erden. Durch das Wirken des Heiligen Geistes sind unzählige Zeugen von Jesus Christus zu den Menschen unterwegs, um sie zu Christus einzuladen. Sie bezeugen das Wunder im eigenen Leben, das sie durch die Worte von Jesus Christus aus der Finsternis zu seinem hellen Licht gefunden haben.

«Da ging der König hinein, sich die Gäste anzusehen, und sah einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte» (V11-12).

Es sind doch alle von der Strasse gekommen, warum hat einer das falsche Gewand an? Es geht um die neue Lebensweise. Jesu Erlösung am Kreuz ist für uns geschehen. Die Erfahrung, dass Jesus unser Leben von der Macht der Finsternis erlöst hat, soll unser Leben verändern und prägen. Darum lehrt uns Jesus beten: «Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern». Die Erfahrungen mit Jesu Liebe und Barmherzigkeit verpflichten uns zu einem Leben, das die Liebe und Barmherzigkeit von Christus weitergibt. Paulus redet davon in Kolosser 3, 9-10:

«Belügt einander nicht mehr! Ihr habt doch das alte Gewand ausgezogen – den alten Menschen mit seinen Verhaltensweisen – und habt das neue Gewand angezogen - den neuen, von Gott erschaffenen Menschen, der fortwährend erneuert wird, damit ihr Gott immer besser kennen lernt und seinem Bild ähnlicher werdet».

Damit meint Paulus ein Leben, im Glauben, der durch die Liebe tätig ist (Gal5,6) und der Früchte des Geistes wie Liebe,... Friede, Geduld, Freundlich- keit, Güte und Treue hervorbringt (Gal5,22). Im Gleichnis verstummt der Gast ohne das Hochzeitsgewand. Er hat nichts zu seiner Entschuldigung vorzubringen. Er war zwar der Einladung in Gottes Gemeinschaft gefolgt. In seinem Inneren und in seinem Verhalten ist er der Barmherzigkeit und Liebe Christi ferngeblieben. Jesus will durch seine Worte den Glauben in uns wecken. Durch seine Worte erkennen wir, wie nötig wir seine Erlösung und Hilfe brauchen. Er führt uns zu einem völlig neuen Leben (hochzeitliche Kleid). Das neue Leben (Kleid) kann uns nur Jesus geben (Wunder). Und dieses neue Leben wirkt sich praktisch aus: Es zeigt sich am gottgemässen und wahren Leben (in seinem Licht, mit dem hochzeitlichen Gewand). Wir weichen Jesus und seinem Licht nicht mehr aus, sondern überprüfen unser Leben am Gebot und Auftrag Jesu. Das klärende Gespräch mit Jesus und unseren Mitchristen führt uns zur Busse, Klärung und Neuausrichtung. Im Gleichnis macht Jesus deutlich, wie schlimm das Ende der Menschen sein wird, die das finstere Leben mehr lieben als seine Herrlichkeit. Nur bei Jesus Christus finden wir die Erlösung vom Schrecken der Finsternis und des Todes. Auf wen vertraue ich im Leben? Woran sieht man das? Jesus geht es nicht um einen Glauben, der auf Zeichen und Beweise (Wunder) setzt. Ihm geht es um die Erfahrung seiner Liebe in unserem Leben, die sich im Leben bewährt.

«Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm die Hände und Füsse und werft ihn in die Finsternis hinaus! Da wird Heulen und Zähneklappern sein. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige sind auserwählt» (V13.14).

Mit dem erschütternden Schluss des Gleichnisses Gottes zeigt uns Jesus, wie gross unsere Verantwortung ist. Es ist entscheidend, dass wir Gott und seine Kraft ernst nehmen. Wir beschäftigen uns mit seinem Wirken und seinen Worten beim Bibellesen und im Gottesdienst. Dadurch vertrauen wir auf Jesu Worte und Kraft (Rö1,16), die aus uns Menschen macht, die durch Gottes Gnade würdig leben.

Amen

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